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Forschung und Entwicklung im ZPM-Verbund

Die ZPM arbeiten in verschiedenen Projekten an der Umsetzung und Weiterentwicklung der Personalisierten Medizin. Dabei fokussieren wir uns auf die Weiterentwicklung der Diagnostik und Behandlung aber auch auf die Information aller Akteure sowie die Schaffung notwendiger Strukturen an den beteiligten Universitätskliniken und Partnerstandorten.

pmPortal

Mit dem Projekt „pmPortal“ sollen verschiedene Akteure und Ebenen der Personalisierten Medizin, mit dem Fokus der Onkologie, zusammengebracht werden. Ergebnis dieses Projektes ist unter anderem die Internetseite des ZPM-Verbundes. Das pmPortal an sich ist eine wichtige Anlaufstelle für Patienten und Behandler und soll unkompliziert aufklären für wen die Ansätze der Personalisierten Medizin hilfreich sein können und Fragen hierzu klärt bzw. die notwendigen Kontaktinformationen bereitstellen. Auf der Internetseite werden also zum einen Informationen bereitgestellt, zum anderen können im Hintergrund Dokumente ausgetauscht werden, die zum Beispiel der Optimierung der Abläufe der ZPM erleichtern. Wichtiger Aspekt des Projektes ist zudem die Harmonisierung, also Abstimmung, der einzelnen Prozesse der vier ZPM, um eine vergleichbare Versorgung an allen Zentren zu gewährleisten. Hierzu werden standardisierte Diagnostikprotokolle, abgestimmte Entscheidungsprozesse, validierte bioinformatische Analysen usw. entwickelt und an allen Zentren umgesetzt.

Leitung: Prof. Nisar Malek, Innere Medizin & ZPM, Universitätsklinikum Tübingen

Partner: ZPM-Verbund, regionale Netzwerkpartner

Laufzeit: Nov.2017-Nov. 2020

Förderung durch das Förderprogramm „Digitalisierung in der Medizin und Pflege“ des Ministeriums für Soziales und Integration, Baden-Württemberg.

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bwHealthCloud

Ziel des Projektes "bwHealthCloud" ist zunächst die Entwicklung einer digitalen Infrastruktur für die Vernetzung der ZPM in Baden-Württemberg. Diese landesweite Infrastruktur für den Datenaustausch im Bereich der Personalisierten Medizin, zunächst mit dem Schwerpunkt Onkologie, soll vor allem Behandler und Forscher in verschiedenen Institutionen effizienter miteinander vernetzen und Barrieren zwischen den einzelnen Datenbeständen auflösen. Ziel ist zum einen die Schaffung einer breiten Wissensgrundlage auf Basis der pseudonymisierten Daten der ZPM-Patienten aber auch die gegenseitige Qualitätssicherung der Behandlung in den ZPM. Die Auswertung der Daten erlaubt es z.B. aus der experimentellen Behandlung von Patienten mit individuellen Heilversuchen Erkenntnisse zu ziehen. Beispielsweise warum diese bei bestimmten Mutationen besonders erfolgreich waren. Diese Erkenntnisse werden durch Publikationen der Öffentlichkeit als Erkenntnisgewinn zur Verfügung gestellt werden.

 

Leitung: Prof. Oliver Kohlbacher, Institut für Translationale Bioinformatik, Universitätsklinikum Tübingen

Partner: ZPM-Verbund

Laufzeit: Nov.2017-Nov. 2021

Förderung durch das Förderprogramm „Digitalisierung in der Medizin und Pflege“ des Ministeriums für Soziales und Integration, Baden-Württemberg.

bwHealthCloud Logo bwHealthCloud Logo

ZPM-Netzwerk BW

Ausbildung einer regionalen Versorgungsstruktur derPersonalisierten Medizin in Baden-
Württemberg

Das Projekt „ZPM-Netzwerk BW“ zielt auf den Aufbau einer regionalen Versorgungsstruktur, um die Diagnostik- und Behandlungsangebote der Personalisierten Medizin (PM) allen Patienten und Patientinnen im Land gleichermaßen zugänglich zu machen. Dabei wird neben der Versorgung auch die digitale Vernetzung der ZPM eine wichtige Rolle spielen. Dies soll zunächst im Bereich Tumorerkrankungen durch Kooperation der Zentren für Personalisierte Medizin (ZPM) an den Universitätskliniken mit den onkologischen Zentrenin der Region realisiert werden.

Ein weiteres Projektziel liegt in der Implementierung molekularer Boards neben den bisherigen molekularen Tumorboards (z. B. für chronisch-entzündliche Erkrankungen oder Infektionskrankheiten) als wichtigen Meilenstein für die Ausweitung der Indikationsgebiete der ZPM über die Onkologie hinaus.

Das ZPM-Netzwerk BW wird folglich erstmals eine flächendeckende, digital vernetzte Versorgungsstruktur der PM aufbauen, die eine rasche Rückführung von neuen Forschungserkenntnissen in die Versorgung erlaubt und das Behandlungsangebot beischwerwiegenden Erkrankungen durch innovative Diagnostik, maßgeschneiderte Therapien und umfassende Datenerhebung nachhaltig verbessert.

Leitung: Prof. Dr. Nisar P. Malek, Universitätsklinikum Tübingen (zentrale Geschäftsstelle des ZPM Verbundes)

Partner: ZPM-Verbund

Laufzeit: Juni 2020-Febr. 2022

Förderung durch das Ministeriums für Soziales und Integration, Baden-Württemberg im Rahmen des Forums Gesundheitsstandort
Baden-Württemberg

ZPM Netzwerk BW

ZPM-Translationsprojekte

Im Rahmen des Projektes "ZPM-Netzwerk BW – Ausbildung einer regionalen Versorgungsstruktur der Personalisierten Medizin in Baden-Württemberg" werden ZPM-standortübergreifende Translationsprojekte durchgeführt. Durch die gebündelte interdisziplinäre Expertise der beteiligten Mediziner und Wissenschaftler soll die Personalisierte Medizin in zentralen Bereichen, wie der Diagnostik und der Therapieempfehlung durch die MTBs, weiterentwickelt und Forschungserkenntnisse zeitnah in der klinischen Praxis angewendet werden.

  • ANOVAGET - Annotierung und Visualisierung genomischer und transkriptomischer Daten für MTBs
  • Organoid-based pharmacotyping - für die Therapieentscheidung bei fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs und Darmkrebs
  • PROMI – Personalisierte Radioonkologie durch molekular charakterisierte Tumore und immunologischem Ansprechen
  • ZPM Liquid - Nicht-invasive Diagnostik genetischer und epigenetischer Aberrationen sowie ultrasensitives Verlaufsmonitoring tumorspezifischer DNA-Veränderung mittels Liquid Biopsy in den MTB des ZPM-Verbunds
  • Composite (complex) predictive Biomarkers – Definition, Klassifizierung und Harmonisierung komplexer, prädiktiver Biomarker

Details zu den Projekten folgen.

ZPM-Translationsprojekt

ANOVAGET

Annotierung und Visualisierung genomischer und transkriptomischer Daten für MTBs

Molekulares Profiling, basierend auf den Ergebnissen von Next Generation Sequenzing (NGS) Analysen gehört zum Standard in Molekularen Tumorboards (MTBs). Dabei wird besonders auf Varianten und Alterationen der jeweiligen Patienten eingegangen, sowie auch zunehmend das Transkriptom berücksichtigt, um die bestmöglichen Therapien, gestützt durch Annotationen und Publikationen auch abseits der Leitlinien, zu finden.
In diesem Verbund-Projekt sollen prototypische Softwareapplikationen zur Wissensanreicherung von Analyse-Ergebnissen erstellt werden. Diese Wissensquellen umfassen Annotierung, Visualisierung und Erweiterung der Patientendaten aus kuratierten öffentlichen Quellen und Datenbanken. Die damit erstellten individualisierten Patienten-Reports können in MTBs als Diskussionsgrundlage zur Entscheidungsfindung dienen.

Leitung: Prof. Dr. Dr. M.Börries, Universitätsklinikum Freiburg; Prof. Dr. Hans A. Kestler, Universität Ulm; Dr. Sven Nahnsen, QBiC der Universität Tübingen

Partner: ZPM-Freiburg, ZPM-Tübingen, ZPM-Ulm

Laufzeit: Juni 2020 - Februar 2022

Förderung im Rahmen des Förderprojektes "ZPM-Netzwerk BW" durch das Ministerium für Soziales und Integration, Baden-Württemberg.

ZPM-Translationsprojekt

Organoid-based pharmacotyping

für die Therapieentscheidung bei fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs und Darmkrebs

Die Verwendung von Organoide aus Patientenzellmaterial als biologisches Modell für die Testung von individuellen Therapieregimen stellt auch beim fortgeschrittenem Kolorektalkarzinom und Pankreaskarzinom eine vielversprechende Methode dar. Dazu sollen in diesem Projekt gemeinsame Standards und Teststrategien entwickelt werden. Die Ergebnisse der Laboransätze können im ZPM-Verbund auf Basis der tatsächlichen Verläufe der individuellen Therapien der MTB-Patienten validiert werden, um festzustellen inwieweit die Organoidmodelle zur in-vitro Prädiktion von Therapieansprechen nutzbar sind.

Leitung: Dr. Ralph Fritsch, Universitätsklinikum Freiburg; Prof. Albrecht Stenzinger, Universitätsklinik Heidelberg; Prof. Dr. Thomas Seufferlein, Universitätsklinik Ulm; Dr. Daniel Dauch, Universitätsklinikum Tübingen

Partner: ZPM-Freiburg, ZPM-Heidelberg, ZPM-Tübingen, ZPM-Ulm

Laufzeit: Juni 2020 - Februar 2022

Förderung im Rahmen des Förderprojektes "ZPM-Netzwerk BW" durch das Ministerium für Soziales und Integration, Baden-Württemberg.

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